Gesundheit im Gepäck


Gut beraten mit der richtigen Reiseapotheke
Gesundheit im Gepäck

Voller Vorfreude fiebern viele Menschen mindestens einmal im Jahr ihrem Urlaub entgegen. Leider sind in manchen Ländern Magen-Darm-Infekte, Sonnenbrände oder exotische Erkrankungen wie Malaria unangenehme Urlaubsbegleiter. Eine gut sortierte Reiseapotheke sorgt für entspannte Urlaubstage. Worauf Sie dabei achten sollten.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

Zur Grundausstattung jeder Reise gehören neben Schmerztabletten Präparate gegen Durchfall, Fieber sowie Insekten- und Sonnenschutz. Auch Verbandsmaterial und Desinfektionsmittel zahlen sich häufig aus. Besonders in warmen Reiseregionen, in denen Ventilatoren und Klimaanlagen zum Zimmerstandard gehören, leiden Urlauber vermehrt an Erkältungskrankheiten. Um diesen vorzubeugen, hilft es oft, den Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur zu beachten. Dieser sollte nicht mehr als sechs Grad betragen. „Treten dennoch körperliche Beschwerden auf, reichen in der Regel schmerzlindernde Medikamente mit dem Inhaltsstoff Paracetamol, die zudem eine entzündungshemmende und fiebersenkende Komponente besitzen“, weiß Apothekerin Marion Wüst.
Kommt es während der Ferien zu Durchfallerkrankungen, ist Flüssigkeitsverlust die größte Gefahr. Daher gehört in jede Reiseapotheke ein Elektrolytpulver, um den Verlust von Wasser und Salzen auszugleichen. Umgehende Besserung verschaffen oftmals Substanzen mit dem Wirkstoff Loperamid.

Sommer, Sonne, Moskitostich?
Höhere Temperaturen im Urlaubsort führen dazu, dass das Risiko steigt, sich einen Sonnenbrand zuzuziehen. Da die Haut oft nicht genügend Eigenschutz besitzt, sollten Reisende immer Sonnenöl oder -creme mit ausreichendem UV-Faktor auftragen. „Allergikern rate ich zu Produkten, die keine Zusätze wie Fette, Emulgatoren oder Konservierungsstoffe enthalten“, sagt die Expertin. „Kommt es dennoch zu einem Sonnenbrand, helfen neben Après-Sun-Cremes, kühlende Gels und ausreichend Flüssigkeit. Zudem gilt es jeden weiteren Sonnenkontakt bis auf Weiteres möglichst zu meiden.“ Gerade in Regionen, in denen Moskitos vorkommen, zahlt sich außerdem ein guter Insektenschutz aus. Als empfehlenswert gelten Präparate mit dem Inhaltsstoff Diethyltoluamid – kurz DEET.

Homöopathische Mittel wirken schwächer und nur über einen kurzen Zeitraum. Daher sind sie gerade in Risikogebieten wie den Tropen und Subtropen nicht geeignet. Treten trotz Prophylaxe typische Symptome für eine Malaria-Erkrankung wie starke Kopf- und Rückenschmerzen, Fieber, Schüttelfrost oder Magen-Darm-Beschwerden auf, sollten Betroffene unbedingt innerhalb der ersten 24 Stunden einen Arzt aufsuchen.

Andere Länder – andere Gesetze

„Um Probleme bei der Einreise zu vermeiden, empfehle ich Urlaubern, sich im Vorfeld über die jeweiligen Zollbestimmungen zu informieren“, weiß Marion Wüst. In den Arabischen Emiraten dürfen Reisende Arzneimittel oft nur originalverpackt und in Kombination mit einer ärztlichen Bestätigung über den Verwendungszweck einführen. Besondere Vorsicht gilt in Thailand, denn das Land betrachtet verschreibungspflichtige Medikamente, insbesondere starke Schmerz- und Schlafmittel sowie Psychopharmaka, oftmals als Drogen. Daher sollten Urlauber, die derartige Arzneien einführen, unbedingt eine unterschriebene und abgestempelte Bestätigung vom Arzt dabei haben.

Japan hingegen gestattet ohne Auflage die Einfuhr des persönlichen Bedarfs an Medikamenten, während Indonesien diese in der Regel untersagt. Ganz andere Bestimmungen gelten in Kuba, denn unter bestimmten Bedingungen erlaubt der Staat Reisenden mehrere Kilo Medizin im Gepäck. Doch Vorsicht: Basieren die Präparate auf tierischen Wirkstoffen, wie beispielsweise natürliches Insulin, ist auch hier eine Genehmigung erforderlich.

Zusätzlich rät Marion Wüst, sich vor jeder Fernreise unbedingt einer Impfberatung zu unterziehen – beispielsweise in einer Apotheke oder über eine Versandapotheke.

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Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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