K2 gegen Wadenkrämpfe


Anzahl und Intensität reduziert

Frau liegt im Pyjama mit verkrampften nackten Füßen im Bett.
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Nächtliche Wadenkrämpfe sind schmerzhaft und können die Nachtruhe erheblich stören. Womöglich lassen sich die Beschwerden mit Vitamin K2 lindern.

Täglich 180 Mikrogramm Vitamin K2

Gegen nächtliche Wadenkrämpfe gibt es bisher noch keine Therapie, die sowohl effektiv als auch verträglich ist. So konnte für die gern empfohlenen Magnesiumpräparate in Studien noch keine Wirksamkeit belegt werden. Chinin dämmt Wadenkrämpfe zwar ein, kann dabei allerdings Nebenwirkungen wie Tinnitus, Schwindel oder sogar Blutbildveränderungen auslösen. Doch jetzt gibt es Hoffnung für Betroffene: Einer chinesischen Studie zufolge soll Vitamin K2 nächtliche Wadenkrämpfe lindern.

Knapp 200 Menschen in einem Alter von über 65 Jahren hatten an der Untersuchung teilgenommen. Die Hälfte nahm gegen ihre nächtlichen Wadenkrämpfe über acht Wochen hinweg täglich eine Kapsel mit 180 Mikrogramm Vitamin K2. Die übrigen bekamen gleich aussehende Kapseln mit Placebo.

Deutlich seltener Krämpfe

Im Durchschnitt hatten die Teilnehmenden 2,6 (Vitamin-K-Gruppe) bzw. 2,7 nächtliche Wadenkrämpfe pro Woche. Unter der Einnahme von Vitamin K2 reduzierte sich die Anzahl der Krämpfe auf 0,96 pro Woche. In der Placebogruppe stieg die durchschnittliche Zahl der wöchentlichen Krampfanfälle sogar auf 3,6/Woche leicht an.

Doch nicht nur die Häufigkeit der Wadenkrämpfe wurde durch Vitamin K2 verringert. Auch ihre Intensität und ihre jeweilige Dauer gingen unter Vitamin K2 stärker zurück als unter Placebo. Nebenwirkungen waren in beiden Gruppen nicht aufgetreten.

Vor Einnahme Rücksprache halten

Vitamin K2 ist eine Form von Vitamin K und unterstützt den Knochenaufbau und die Blutgerinnung. Natürlich kommt es vor allem in tierischen Produkten wie Eiern und Fleisch vor. Es gibt Vitamin K2 aber auch als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tropfen, Tabletten oder Kapseln.

Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten jedoch vor der Einnahme mit ihrer Ärzt*in Rücksprache halten. Das gilt insbesondere für Patient*innen, die blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen – denn Vitamin K2 kann deren Wirkung hemmen.

Quelle: Ärzteblatt

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