HDL-Cholesterin: Gut oder böse?


Hohes HDL fördert Herzerkrankungen
HDL-Cholesterin: Gut oder böse?

Laut einer amerikanischen Studie steigt bei sehr hohen HDL-Cholesterin-Werten das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Experten stellen deswegen seine bisherige Stellung als „gutes Cholesterin“ in Frage.

Proteine transportieren Cholesterin im Blut

Cholesterin löst sich im Körper nicht im Blutplasma und wird deshalb zum Transport an Eiweiße (Proteine) gebunden. Das Eiweiß LDL (Lipoprotein mit geringer Dichte) nimmt von der Leber produziertes Cholesterin auf und bringt es zu den Körperzellen. Es wird oft umgangssprachlich als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet. Das Eiweiß HDL (Lipoprotein mit hoher Dichte) transportiert Cholesterin von den Körperzellen zurück zur Leber. Dieses „gute Cholesterin“ baut Cholesterin aus der Gefäßwand ab und senkt damit das Risiko für Arterienverkalkung (Arteriosklerose).

Kein Schutz bei sehr hohen HDL-Cholesterin-Werten

Amerikanische Forscher untersuchten, wie HDL-Cholesterin-Werte (HDL-C-Werte) mit Herzinfarktrisiko und Sterblichkeit zusammenhängen. Dazu wertete das Team um den Mediziner Marc Allard-Ratick Daten von fast 6000 Personen mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren aus. Die meisten der Probanden litten bereits an einer Herzerkrankung, was in die Bewertung einbezogen wurde. Außerdem berücksichtigten die Wissenschaftler neben Alter und Geschlecht der Teilnehmer auch Faktoren wie Gewicht, Blutdruck, Medikation und die Werte des LDL-Cholesterins.

Studienteilnehmer, deren HDL-C-Wert über 60 Milligramm pro Deziliter lag, hatten ein um 50 Prozent höheres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben oder einen Herzinfarkt zu erleiden als Probanden mit einem HDL-C-Wert zwischen 41 und 60 Milligramm pro Deziliter.

Mechanismus für fehlende Schutzwirkung unklar

„Erhöhte HDL-C-Werte sind paradoxerweise mit einem erhöhten Risiko für unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse […] verbunden“, erläutert Allard-Ratick. Die Wissenschaftler werteten diese Studienergebnisse als Hinweis darauf, dass bei hohen Werten das HDL-Cholesterin nicht richtig funktioniert und keinen Schutz mehr für die Gefäßwände bietet. Der genaue Mechanismus, wie diese Schutzwirkung verlorengeht, ist Gegenstand weiterer Forschungen. Doch Allard-Ratick betont: „Eines ist allerdings klar: Das Mantra vom HDL-Cholesterin als ‚gutem‘ Cholesterin wird nicht mehr […] gelten“.

Quelle: Ärzteblatt

Unsere Öffnungszeiten

Montag
08:00 - 13:00 | 15:00 - 18:30

Dienstag
08:00 - 13:00 | 15:00 - 18:30

Mittwoch
08:00 - 13:00

Donnerstag
08:00 - 13:00 | 15:00 - 18:30

Freitag
08:00 - 13:00 | 15:00 - 18:30

Samstag
08:00 - 13:00

Unsere Kundekarte

Los gehts

News

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Augentropfen: 10 häufige Fehler
Eine Frau gibt Augentropfen ins Auge sein - sie versucht dabei, das Auge nicht zu berühren, um eine Verkeimung zu verhindern.

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.   mehr

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Unterleibsschmerzen bei Frauen
Unterleibsschmerzen bei Frauen

Viele Ursachen behandelbar

Viele Frauen leiden regelmäßig an Schmerzen im Unterleib – zum Beispiel in Zusammenhang mit der Menstruation. Viele Frauen akzeptieren die Beschwerden, weil sie glauben, dass sich dagegen nichts tun lässt. Doch viele Ursachen sind gut behandelbar.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Strahlenburg-Apotheke
Inhaber Robert Long
Telefon 06203/6 54 22
E-Mail strahlenburg-apotheke@t-online.de