Neurodermitis: Badeöle wirkungslos


Hohe Kosten nicht gerechtfertigt
Neurodermitis: Badeöle wirkungslos

In einer britischen Studie hat sich die Verwendung von ölhaltigen Badezusätzen bei Kindern mit atopischer Dermatitis (Neurodermitis) als wirkungslos erwiesen. Die hohen Kosten für das Gesundheitswesen sehen die Forscher als nicht gerechtfertigt an.

Die atopische Dermatitis ist die häufigste Hauterkrankung im Kindesalter. Betroffene leiden unter trockener Haut und quälendem Juckreiz. Eine Maßnahme, den Feuchtigkeitsverlust der Haut auszugleichen, ist die Verwendung von ölhaltigen Zusätzen im Badewasser. Belege für die Wirksamkeit dieser Badezusätze gibt es bisher nicht.

An der aktuellen Untersuchung zur Effektivität von ölhaltigen Badezusätzen nahmen fast 500 Mädchen und Jungen im Alter von 1 bis 11 Jahren aus Großbritannien teil, die sich aufgrund ihrer Neurodermitis zur Behandlung in Allgemeinpraxen befanden. Der einen Gruppe verschrieben die Hausärzte für ein Jahr Badezusätze, wobei die Eltern freie Wahl zwischen drei bekannten Präparaten mit unterschiedlichen Konzentrationen von Paraffin- oder Sojaöl hatten. Der zweiten Gruppe rieten die Ärzte von Badeölen grundsätzlich ab. Beiden Gruppen war es erlaubt, rückfettende Cremes, spezielle Seifen und Kortikoid-haltige Produkte bei Bedarf zu verwenden.

Ölhaltige Badezusätze ohne Nutzen für Kinder mit Neurodermitis

Nach 16 Wochen beurteilten die Eltern die Hautveränderungen in einem krankheitsspezifischen Fragebogen. Er bewertete 7 Krankheitsaspekte mit je 0 bis 4 Punkten. Eine Punktzahl von 0 bis 7 stand für eine milde Neurodermitis, bei 8 bis 16 lag eine mäßig starke und bei 17 bis 28 eine starke Neurodermitis vor.

Die Kontrollgruppe lag vor Studienbeginn bei 10,1, die Badeöl-Gruppe bei 9,5. Nach 16 Wochen war der Wert auf 8,4 bzw. 7,5 gefallen. Nach der statistischen Auswertung beider Gruppen ermittelte Studienleiterin Miriam Santer von der Universität Southampton keinen Vorteil für die Anwender von Badeölen. Auch bei der Zahl der Ausschläge, der Lebensqualität und Verordnungsmenge anderer Präparate gab es keinen Unterschied.

Hohe Kosten, keine Wirkung

Alle Ergebnisse der Studie blieben unter der vorher festgesetzten Schwelle einer klinischen Relevanz von 3 Punkten. Santers Fazit zur Verwendung von Badeölen fällt daher negativ aus. Außerdem kommen zu den hohen Behandlungskosten zusätzliche Ärgernisse wie rutschige Fliesen und ölige Handtücher.

Quelle: Ärzteblatt

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Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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