Diagnose Wochenbettdepression


Schuldgefühle statt Mutterglück
Diagnose Wochenbettdepression

Bei einer Wochenbettdepression überschatten Versagensängste, Schuldgefühle und tiefe Niedergeschlagenheit das Mutterglück. Eine frühzeitige Psychotherapie verhindert, dass die Mutter-Kind-Beziehung leidet.

Ursachen der Wochenbettdepression

Mehr als zehn Prozent der jungen Mütter entwickeln eine Wochenbettdepression. Die Gründe sind vielfältig. Einige leiden unter der Hormonumstellung, andere unter traumatischen Geburtserlebnissen, wieder andere waren bereits vor der Schwangerschaft depressiv. Häufig reagieren die Betroffenen negativ auf die veränderte Lebenssituation; beklagen den Verlust ihrer Selbstständigkeit oder quälen sich mit den den körperlichen, beruflichen und sozialen Folgen der Geburt.

Niedergeschlagenheit und Schuldgefühle

„Charakteristische Symptome sind unter anderem ein anhaltender Erschöpfungszustand, Appetitminderung, Niedergeschlagenheit sowie Antriebsmangel und Freudlosigkeit“, berichtet Prof. Dr. med. Sabine C. Herpertz, Ärztliche Direktorin der Klinik für Allgemeine Psychiatrie am Universitätsklinikum Heidelberg. Zusätzlich leiden die Frauen unter Versagensängste, Schuld- und Schamgefühlen sowie Angstzuständen. In schweren Fällen quält sie der zwanghafte Gedanke, sich oder dem Kind etwas anzutun.

Nicht zu verwechseln mit den Heultagen

Abzugrenzen ist die Wochenbettdepression von den Heultagen, auch Babyblues genannt. „Heultage kennzeichnen sich durch rasche Stimmungswechsel, eine hohe emotionale Empfindlichkeit und die Neigung zum Weinen,“ beschreibt Dr. Herpertz. Sie beginnen bereits drei bis fünf Tage nach der Geburt und klingen rasch wieder ab. Die Wochenbettdepression hingegen macht sich zwischen dem zweiten und vierten Monat bemerkbar und ist deutlich langwieriger. Dadurch gefährdet sie die Mutter-Kind-Bindung und die Entwicklung des Babies.

Frühe Psychotherapie hilft

Viele Betroffene seien sich gar nicht bewusst, dass sie krank sind, weiß Prof. Herpertz. Andere schämen sich, das Tabuthema bei einem Arzt anzusprechen. Umso wichtiger ist es, dass Angehörige Verständnis für die Betroffenen zeigen und sie zu einem Arztbesuch ermutigen. Setzt die Behandlung früh ein, ist die Erkrankung gut behandelbar. Bei einer Psychotherapie haben die Betroffenen die Chance, Depression und Schuldgefühle zu überwinden und die Mutter-Kind-Bindung zu festigen. Einige Mütter benötigen zusätzlich Medikamente oder die Unterstützung einer Hebamme.

Quuelle: Neurologen und Psychiater im Netz

Unsere Öffnungszeiten

Montag
08:00 - 13:00 | 15:00 - 18:30

Dienstag
08:00 - 13:00 | 15:00 - 18:30

Mittwoch
08:00 - 13:00

Donnerstag
08:00 - 13:00 | 15:00 - 18:30

Freitag
08:00 - 13:00 | 15:00 - 18:30

Samstag
08:00 - 13:00

Unsere Kundekarte

Los gehts

News

Mit dem Baby schwimmen
Mit dem Baby schwimmen

Löst Chlorwasser Asthma aus?

Der frühe Kontakt mit Wasser macht schon den Kleinsten Freunde, nimmt Ängste und fördert die Bindung zwischen Eltern und Kind. Dennoch könnte der Aufenthalt im gechlorten Wasser auch Nachteile haben. Die Fachwelt diskutiert, ob Babyschwimmen im Kindesalter Asthma begünstigt.   mehr

Weniger Lust auf Alkohol
Weniger Lust auf Alkohol

Weitere Wirkung von GLP-1-Agonisten

GLP-1-Agonisten werden zur Therapie von Typ-1-Diabetes und Übergewicht eingesetzt. Dabei haben sie offenbar einen gesunden Nebeneffekt: Sie senken die Lust auf Alkohol.   mehr

Kein Autismus durch Paracetamol
Kein Autismus durch Paracetamol

Einnahme bei Schwangeren sicher

Immer wieder wird behauptet, dass die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft das Autismusrisiko beim Kind erhöht. Doch das ist nicht der Fall, wie eine aktuelle Metaanalyse erneut unterstreicht.   mehr

Superfood Hülsenfrüchte
Eine Frau zeigt Hülsenfrüchte, die sie geerntet hat.

Das steckt in Linsen, Bohnen, Erbsen & Co.

Wer Nahrungsmittel mit „Superkräften“ sucht, muss nicht unbedingt zu Chia-Samen, Quinoa oder anderen Import-Nahrungsmitteln greifen. Richtig viele gesunde Inhaltsstoffe haben auch unsere heimischen Hülsenfrüchte.   mehr

Nasenspülung bei Schnupfen
Nasenspülung bei Schnupfen

Dusche für die Nase

Schnupfen, trockene Schleimhäute oder akute Mittelohrentzündungen sind im Winter keine Seltenheit. Dagegen kann eine Nasendusche helfen. So wird sie angewendet.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Strahlenburg-Apotheke
Inhaber Robert Long
Telefon 06203/6 54 22
E-Mail strahlenburg-apotheke@t-online.de