Reisedurchfall


Dem Fluch des Pharaos entkommen
Reisedurchfall

Insbesondere der Sommerurlaub dient dazu, in warmen Ländern fremde Kulturen und kulinarische Köstlichkeiten zu entdecken. Zusätzlich lernen viele unfreiwillig verschiedene Bakterien und Viren kennen. Wie man Reisedurchfall vorbeugt oder behandelt.

Reisedurchfall ist die klassische Erkrankung im Urlaub: Jeder zweite bis fünfter Reisende ist in den Auslandsreisen davon betroffen. Vor allem an heißen und stark frequentierten Orten fühlen sich Bakterien, Bakteriengifte und Viren wohl und verbreiten sich schnell. Die Barmer GEK informiert darüber, wie man unangenehme Bekanntschaften vermeidet und was zu tun ist, wenn sie doch zustande gekommen sind.

Reisedurchfall vorbeugen

Reisedurchfall wird meistens durch Bakterien verursacht: Insbesondere stäbchenförmigen Mikroorganismen des Stammes Escherichia coli führen die bis zu dreimal täglich auftretenden Stuhlentleerungen herbei. Was wir in unserem Komfort zu Hause durch höhere Hygienestandards vermeiden können, gestaltet sich beim Reisen insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern als echte Herausforderung. „Wer vorsorgen möchte, sollte daher möglichst regelmäßig ein Hautdesinfektionsmittel verwenden oder seine Hände waschen, und das nicht nur nach dem Toilettengang“, empfiehlt Nadja Dörr, Apothekerin bei der Barmer GEK.

Auf die Nahrungsmittel und Getränke achten

Damit die Bakterien nicht über das Essen in den Organismus gelangen, empfiehlt es sich, die Nahrung vorher zu kochen, zu schälen, oder sie gar nicht erst anzurühren. Ganz nach der bewährten Regel der britischen Kolonialoffiziere „Cook it, peal it or leave it!“ Auf rohe Nahrungsmittel wie Meeresfrüchte, Fleisch, Salate oder Gemüse sollten die Genießer im Urlaub besser verzichten. Da Eiswürfel aus Leitungswasser gemacht sein oder die Kühlkette zwischendurch unterbrochen gewesen sein könnte, sollten Reisende ebenso Eiswürfel und Tiefkühlprodukte meiden. Als Durstlöscher und zum Zähne putzen sind abgekochtes Wasser oder Wasser aus Flaschen, die beim Kauf fest verschlossen gewesen sind, ideal.

Reisedurchfall: Wenn es doch passiert

Falls Urlauber doch von Reisedurchfall geplagt werden, ist in erster Linie viel trinken angesagt. Denn durch den hohen Flüssigkeitsverlust wird der Wasser- und Elektrolythaushalt durcheinander gebracht: Getränke mit etwas Kalium, Salz und Zucker eignen sich hervorragend, um dem Körper die verloren gegangenen Elektrolyte wieder zuzuführen. Betroffene können leicht selbst überprüfen, ob sie genug getrunken haben: „Ist der Urin dunkelgelb, sollte man unbedingt mehr trinken. Der Urin sollte immer hellwässrig sein“, erklärt Dörr. Um sicher zu gehen, dass sich Durchfall-geplagte Urlauber ausreichend Elektrolyte zuführen, können sie orale Rehydrationslösungen aus der Apotheke beziehen. Grundsätzlich sind die Beschwerden bei Reisedurchfall eher mild und dauern etwa drei bis fünf Tage an. Leiden die Betroffenen länger darunter oder wird der Stuhlgang blutig beziehungsweise von Schmerzen und Fieber begleitet, sollten sie umgehend einen Arzt aufsuchen, um eine Darminfektion oder ursächliche Erkrankungen abklären. Bei Säuglingen, Kleinkindern, Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie bei älteren Personen ist spezielle Vorsicht gefragt, da der Wasser- und Elektrolytverlust ihren Körper besonders belastet.

Rehydrationslösung selber machen

In einem Liter (abgekochten) Trinkwasser acht Teelöffel Zucker, einen gestrichenen Teelöffel Kochsalz und einen dreiviertel Teelöffel Backpulver lösen. Möglichst Fruchtsaft hinzufügen oder alternativ ein bis zwei Bananen verzehren.

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Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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